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Artist Story: Barbara Cuesta - Zwischen Rückschlägen und der Gründung ihres eigenen Labels

Barbara Cuesta, Indie-Pop- und Theatermusikerin, hat mit ihrem Label Santianes Records ihr neuestes, politisch motiviertes Album "Euforia" veröffentlicht. Auf dem Album werden intersektionalen Perspektiven von queeren, weiblichen, nicht-binären und migrantischen Menschen in drei Sprachen thematisiert.

Veröffentlicht am
July 5, 2023
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Wie lautet Dein Künstler Name? Kannst Du uns ein bisschen was zur Entstehung Deines Projekts erzählen? 

Mein Name ist Barbara Cuesta. Ich bin eine Singer-Songwriterin, die in Berlin lebt. In der Vergangenheit habe ich ein deutschsprachiges Album bei Universal Records und ein englischsprachiges Album bei einem Indie Label herausgebracht. Jetzt veröffentliche ich zum ersten Mal mit meinem eigenen Label "Santianes Records", benannt nach dem Dorf meiner spanischen Familie. Es ist wichtig für mich, dass das Projekt von einem diversen Team in vertrauensvoller Zusammenarbeit durchgeführt wird. Außerdem ist es mir wichtig, dass in meinen Liedern Geschichten abseits des Mainstreams erzählt werden: Meine Protagonisten sind queere Vagabunden, die zum Teil mit Booten anreisen.

Wie bist Du zur Musik gekommen und was waren /sind Deine Einflüsse? 

Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die mit der Musik in Berührung gekommen sind. Ich sang in Chören und schrieb Songs, schon als ich ein Kind war. Gospelmusik war einer meiner ersten Einflüsse. Als Teenager war ich Teil einer reinen Mädchen-Grunge-Band. Ich bin sehr stark von weiblichen Singer-Songwriter*innen aus Amerika und England beeinflusst. Joni Mitchell, Traci Chapman, aber auch PJ Harvey zum Beispiel.

Welche Partner*innen / Künstler*innen haben Dich auf Deinem Weg inspiriert / begleitet und wie? 

Im Moment arbeite ich viel mit der Singer-Songwriterin namens M.Rider zusammen. Sie hat die Mixe für mein kommendes Album gemacht und spielt auch Slide-Gitarre auf der B-Seite von Little Blackbird "Again".

Wie würdest Du Deine Musik oder Deinen Sound beschreiben? 

Folk-Pop oder Indie-Pop

Was war Deine prägendste Erfahrung in Deiner bisherigen Karriere? 

Mein eigenes Label zu gründen, ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen und drei verschiedene Förderungen für mein Projekt zu bekommen, war in den letzten zwei Jahren eine unglaubliche Erfahrung. Ich bin sehr dankbar und freue mich was wir geschaffen haben, zu veröffentlichen.

Kannst Du uns Höhen und Tiefen Deiner musikalischen Karriere erläutern? Wie hast Du sie gemeistert und was hast Du das daraus gelernt? 


Der Tiefpunkt in meiner Karriere war, als ich zwei Monate nach der Veröffentlichung meines ersten Albums in das Büro meines Managers geschickt wurde und er mir sagte, dass meine Platte ein Flop sei, weil niemand meine Musik hören wolle. Danach hatte ich einen Zusammenbruch und konnte buchstäblich zwei Monate lang nicht mehr auf meinem rechten Ohr hören. Das brach mir das Herz. Ich habe gelernt, mich zurückzuziehen und meine Werte neu zu justieren. Mir wurde klar, dass ich Musik mache, weil ich Geschichten zu erzählen habe, und dass es mir egal scheißegal ist, ob ich viel Geld verdiene oder in den Charts zu sein. Ich möchte mit meinem Team und mit meinem Publikum eine Verbindung schaffen. Also habe ich mein eigenes Label gegründet und angefangen, mit einem kleinen Team von Leuten zu arbeiten, denen ich vertraue. Das war bisher die beste Erfahrung!

Wie bist Du auf MusicHub gekommen und warum hast Du Dich für unsere Plattform entschieden? 

Ich habe an einem Marketing-Workshop (den ich sehr empfehlen kann) bei music pool teilgenommen, dort habe ich von MusicHub erfahren.

Erzähl uns mehr zu Deinem aktuellsten MusicHub-Release. 


Little Blackbird ist eine seltsame Liebesgeschichte mit einer Wendung. Unser Protagonistin spricht mit einem Vogel über ein ziemlich schweres Thema: Gewalt und Missbrauch in der queeren Dating-Szene. Unsere Erzählerin beschreibt ihre erste Verabredung mit einer Person, die überall grünen Streifen am ganzen Körper hat, die von einem Unfall in ihrer Kindheit stammen. Dann verschwindet die Person und lässt unsere Protagonistin verwirrt zurück: Sieentdeckt, dass sie dieselben grünen Streifen am Körper habt. In gewisser Weise erleben wir alle Dinge, die Spuren hinterlassen, aber besonders queere Menschen erleben in ihrer Erziehung viel Gewalt, werden in der Schule gemobbt und auf der Straße angegriffen zu werden. Die Frage ist, ob wir diese Erfahrungen nutzen wollen, um uns zu abzuhärten und die Gewalt weiterzugeben, oder ob wir gemeinsam heilen und unsere Herzen erweichen. Unsere Protagonisten entscheiden sich für Letzteres: "Ich bin froh, dass du vorbeigegangen bist, // so verstehe ich, warum ich // es ist ein Wunder, dass ich noch am Leben bin.

Welche Ziele möchtest Du noch erreichen? Was sind Deine Pläne für die Zukunft? 

Es gibt Pläne für Konzerte in Deutschland, Österreich und Spanien und es gibt Pläneund es gibt Pläne, sich am Strand zu erholen und mit Freunden ins Meer zu springen.

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