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Artist Story: Wieso für Downbeat Künstler Lehto Kollaboration so wichtig ist

Lehto vereint eine breite Palette von Einflüssen und arbeitet seit langem an seinem vielseitigen Sound, wobei die Zusammenarbeit im Mittelpunkt seiner musikalischen Reise steht. Seine Geschichte ist faszinierend, und seine Downbeat Musik zieht einen in ihren Bann.

Veröffentlicht am
April 5, 2023
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Wie lautet Dein Band-/Künstler*innen-Name? Kannst Du uns ein bisschen was zur Entstehung Deines Projekts erzählen? 

Lehto (ehemals Keno). Ich bin um die Jahrtausendwende zur elektronischen Musik gekommen, nachdem ich die 1990er Jahre quasi komplett mit Seattle Rock zugebracht habe. Ich habe mit 15 oder 16 Jahren angefangen Gitarre zu spielen, aber im gesamten Freundeskreis haben alle Gitarre gespielt und so hat es sich nie ergeben eine Band zu gründen. Als ich dann zur elektronischen Musik kam und verstanden habe was Sampling ist und dass es nur einen Computer und Samples braucht, bin ich sofort in diese Welt eingetaucht. Die Aussicht alles alleine machen zu können und auf niemanden angewiesen zu sein war toll. Downbeat was my first love, und ist es noch noch immer, aber damals bin ich komischerweise schnell in anderen musikalischen Bereichen unterwegs gewesen und hab dann erst 2016 richtig angefangen meine eigene Downbeat Musik zu produzieren. Erst unter dem Namen Keno und 2022 hab ich Keno dann in Lehto umbenannt, was jetzt mein Hauptprojekt ist. 


Wie bist Du zur Musik gekommen und was waren/sind Deine Einflüsse? 

In den 1990ern war es wie gesagt der Seattle Rock und ab den 2000er Jahren der Downbeat von Künstlern wie Quantic, Bonobo, TM Juke, Hint, Luke Vibert, Mr. Scruff, The Cinematic Orchestra oder Nightmares On Wax. Diese Künstler haben mich stark geprägt in den ersten Jahren, heute gesellen sich noch Namen wie Jon Hopkins, Tor, O'Flynn Catching Flies, Indian Wells, Rival Consoles, Feiertag und Overmono dazu. 

Welche Partner*innen/Künstler*innen haben Dich auf Deinem Weg inspiriert/begleitet und wie? 

Der erste Mensch mit dem ich gemeinsam am Computer Musik gemacht habe war Kolja Starkowski, den ich im Sommer 2006 über Discogs kennengelernt habe. Von da an haben wir zusammen als Mash & Munkee funky Breakbeat veröffentlicht. Das war eine tolle Zeit, wir haben 400km voneinander entfernt gewohnt, vieles übers Internet gemacht und uns zusätzlich zwei bis dreimal im Jahr beim jeweils anderen getroffen und haben uns dann für eine Woche eingeschlossen und produziert. Das ging ein paar Jahre so, tolle Zeit und ich hab damals viel gelernt von ihm. Heute mache ich viel Musik mit Tristan de Liège, ein Multi-Instrumentalist und Produzent aus Los Angeles. Wir haben uns 2018 über einen gemeinsamen Freund getroffen und wollten ursprünglich nur eine EP zusammen machen, daraus ist dann unser „Transatlantyk" Album entstanden und wir machen weiterhin regelmäßig Musik zusammen. Das alles läuft komplett über's Internet, wir haben uns auch tatsächlich noch nie im realen Leben getroffen, aber wir telefonieren ab und an und besprechen sonst alles per Chat. 


Wie würdest Du Deine Musik oder Deinen Sound beschreiben? 

Vielseitig auf jeden Fall. Die ersten Alben, die ich 2018 und 2020 gemacht habe, sind hauptsächlich instrumentaler Downbeat im klassischen Sinne mit organischem Sound. Mein letztes Album „Between All Days" wurde dann etwas elektronischer und das baue ich jetzt beim nächsten Album weiter aus. Auch einige clubbigere Songs mache ich mittlerweile. 


Was war Deine prägendste Erfahrung in Deiner bisherigen Karriere? 

Also da gibt es einige, aber die erste Erfahrung bzw. ein Moment, der mich stark geprägt und gepusht hat war irgendwann 2009 als wir mitbekommen haben, dass Bonobo einen Track von unserer ersten Platte, die wir als Mash & Munkee rausgebracht hatten, in seinen DJ Sets rauf und runter spielt. Ich hab Bonobo dann 2018 bei einem Festival in Hamburg getroffen und mich bei der Gelegenheit nochmal bei ihm bedankt dafür. Kreis geschlossen. 

 

Kannst Du uns Höhen und Tiefen Deiner musikalischen Karriere erläutern? Wie hast Du sie gemeistert und was hast Du das daraus gelernt? 

Ein Hoch war bei mir auf jeden Fall die Zeit zwischen 2012 und 2017, vor allem als DJ hatte ich damals viele Bookings. Bin in dieser Zeit viel unterwegs gewesen und hab eine Menge toller Menschen kennengelernt. Die Pandemie war natürlich ziemlich einschneidend, plötzlich hatte man keine Gigs mehr, aber 2022 war durch die Energiekrise und die gestiegenen Lebenshaltungskosten mit Abstand nochmal schlechter als die Pandemiejahre. Auch haben viele Clubs schließen müssen bzw. ihr Programm merklich zurückgefahren, so dass es man weit entfernt ist von dem Booking Level, das die Clubs vor der Pandemie hatten. Mal schauen wie 2023 werden wird. Gelernt habe ich daraus auf jeden Fall, dass man flexibel bleiben muss und sich nicht zu sehr auf das was man hat verlassen sollte und das es immer anders kommt als man glaubt. 

Wie bist Du auf MusicHub gekommen und warum hast Du Dich für unsere Plattform entschieden? 

Ein Freund hatte mir davon erzählt, ich hab es dann ausprobiert und seitdem bin ich überzeugter MusicHub'er. Gute Konditionen, einfaches Handling der Webseite und toller und schneller Support von netten Menschen, was will man mehr? Außerdem baut ihr die Angebote ja stetig aus bzw. verbessert alles mögliche und nach 15 Jahren mit überwiegend negativen Erfahrungen die ich mit Vertrieben hatte, seid ihr ein wunderbares Positivbeispiel. 


Erzähl uns mehr zu Deinem aktuellsten MusicHub-Release. 

Arches ist die aktuellste Single, die ich zusammen mit Tristan De Liege aus Los Angeles gemacht habe, einem Multi-Instrumentalisten und Produzenten aus Los Angeles. Wir haben uns 2018 über einen gemeinsamen Freund kennengelernt und wollten ursprünglich nur eine EP zusammen machen, daraus ist dann unser Transatlantyk Album geworden und wir machen seitdem weiterhin regelmäßig Musik zusammen. Bei Arches haben wir unsere gemeinsame Liebe zu Synthsizern entdeckt, nachdem unsere Musik bisher relativ organisch klang. 

 

Welche Ziele möchtest Du noch erreichen? Was sind Deine Pläne für die Zukunft? 

Das große Ziel ist nach wie vor eines Tages entspannt von der Musik Leben zu können, es dauert halt etwas länger. Weiterhin regelmäßig Musik veröffentlichen, sich dabei selber fordern um sich weiterzuentwickeln, alles mögliche ausprobieren, nichts ausschließen und möglichst viele von den Alben veröffentlichen die ich noch im Kopf habe, das ist der Plan. 

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