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Sara Vidal Cabré

Sara Vidal Cabré hat in unterschiedlichen Kunstbereichen Erfahrung gesammelt: Theater, Tanz und Musik. Nachdem sie ihr Studium in Barcelona abgeschlossen hatte, zog sie nach Berlin, um in die Musikszene und die vielfältige Community einzutauchen. Sie singt, komponiert und organisiert Kunstveranstaltungen, bei denen sie Menschen zusammenbringt, um etwas Einzigartiges zu schaffen.

Veröffentlicht am
November 15, 2022
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Wie lautet Dein Band-/Künstler*innen-Name? Kannst Du uns ein bisschen was zur Entstehung Deines Projekts erzählen?

Mein Name ist Sara Vidal Cabré. Ich komme aus Barcelona und lebe seit zwei Jahren in Berlin. In Spanien habe ich studiert und als Schauspielerin für das Theater gearbeitet. Nach meinem Abschluss an der Universität habe ich auch angefangen, die Welt der Theatersoundtracks zu erforschen, was mir sehr gefallen hat. Nach dieser Entdeckung war mein Umzug nach Berlin ein Übergang vom Theater zur Musik. Hier habe ich eine große Gemeinschaft von Musiker*innen gefunden, die ich sehr schätze. Letztes Jahr habe ich mein persönliches Projekt "Anne Had a Baby" ins Leben gerufen, in dem ich einige dieser Musiker*innen zusammengebracht habe. In letzter Zeit habe ich die Veranstaltungen für Souljam Berlin organisiert, ein Projekt, das ich liebe und das sich zum Ziel gesetzt hat, Musiker*innen zu versammeln, um auf möglichst offene, freie und respektvolle Weise miteinander zu spielen. Auch dieses Projekt ist nur durch die Unterstützung und den Willen dieser Community von Menschen aus der ganzen Welt möglich, die nach Berlin ziehen.

Wie bist Du zur Musik gekommen und was waren / sind Deine Einflüsse?

Wir hatten fast alle eine Band, als wir Teenager waren, oder? Ich auf jeden Fall. Ich habe mit 15 Jahren angefangen, mit ein paar Freund*innen aus meiner Heimatstadt zu spielen. Ich habe eine Pause eingelegt, als ich sechs intensive Jahre an der Universität Schauspiel studiert habe. Meine Beziehung zur Musik begann, als ich nach Berlin zog. Da traf ich Jarrah und all die anderen Musiker*innen, mit denen ich bis heute zusammenarbeite. Ich brauchte jemanden, der mich unterstützt, Erfahrungen austauscht, mit mir über Musik spricht und mich dazu drängt, an Veranstaltungen und Jam-Sessions teilzunehmen. Denn ich kam ja eigentlich aus der Theaterwelt. Da fing also alles an. Ich habe nie genau definieren können, wer meine Inspirationen waren. Es fällt mir schwer, zu erkennen oder eine klare Vorstellung davon zu haben, was ich als Kind gehört habe. Letztes Jahr beschloss ich, die Musik, die ich hörte, zu ändern und zu versuchen, Stimmen zu finden, die meiner ähneln. Ich glaube, als Frau hatte ich in der Musik hauptsächlich männliche Bezüge, und das hat mich daran gehindert, durch reines Zuhören meine Stimme weiterzuentwickeln. Letztes Jahr habe ich dann ein halbes Jahr lang nur Frauenstimmen gehört und mein Instrument hat sich seitdem sehr verändert. Die Stimme ist manchmal ein so unabhängiges Instrument, dass man das was man hört, nicht einfach auf sich beziehen kann und genau so umsetzen kann. Andererseits kann in diesem Fall eine Frauenstimme einem beibringen, Dinge zu tun, von denen man nicht wusste, dass man sie kann. Deshalb sind meine größten Referenzpunkte heutzutage im R'n'B/Soul á la Erykah Badu, Cleo Sol, Olivia Dean zu finden. Ich vergesse aber nie die tiefen Stimmen aus meiner Heimatstadt wie z.B. Sílvia Pérez Cruz, Maria Arnal, Rita Payés. Was die Musik betrifft, kann ich das Album "The Dude" von Quincy J mit seinem besonderen Groove gar nicht genug loben. Ich staunte auch in besonderem Maße als ich das erste Mal "Random Access Memory" von Daft Punk hörte. Tief in meinem Inneren schlägt mein Herz noch immer für Musicals wie "Hamilton" oder "Spring Awakening" und viele andere.

Welche Partner*innen / Künstler*innen haben Dich auf Deinem Weg inspiriert / begleitet und wie?

Jarrah Dhyan ist definitiv eine der größten Inspirationen und Partner*innen auf diesem musikalischen Weg, der in Berlin begann. Ihm verdanke ich viel Wissen und den Mut, hinauszugehen und mich mit verschiedenen Musiker*innen dieser Stadt zu treffen. Ein weiterer Freund und Musikkollaborateur, den ich bewundere, ist Tufty Head, mit dem ich gerne Musik produziere. Er ist so ein grooviger und talentierter Musiker. Generell finde ich es unmöglich, alle zu erwähnen, die ich seit meiner Ankunft hier an meiner Seite haben durfte. Júlia Pigali, Henry Weekes, die ganze Souljam Family, Anne Had a Baby...

Was war Deine prägendste Erfahrung in Deiner bisherigen Karriere?

Definitiv die Mischung aus dem Respekt und der Disziplin, die ich vom Theater gelernt habe, und die Freiheit, die ich in der Musik gefunden habe. Ich bin einfach fokussiert auf meine Arbeit, während ich die abstrakte Vorstellungskraft habe, die zum Fühlen und zur Kontrolle der Energie, der Spannung und der Entspannung führt. Ich könnte das eine nicht ohne das andere haben.

Kannst Du uns Höhen und Tiefen Deiner musikalischen Karriere erläutern?

Die Pandemie hatte einen deutlichen Einfluss auf meine Karriere. Es ist in Spanien sowieso schon schwierig, im kreativen Bereich tätig zu sein. Die Pandemie erschwerte einiges und in meinem Fall kam sie zu einem Zeitpunkt, als ich mein Studium beendete und mich in erste Gelegenheitsjobs stürzte. Ich war gerade dabei in der Arbeitswelt durchzustarten, so dass alle Anhaltspunkte, die ich hatte, plötzlich wegfielen. Souljam Berlin hat mir aber definitiv dabei geholfen, positiv zu bleiben und die  durch die Pandemie verlorenen Connections wieder aufzubauen. Ich bleibe positiv, wenn ich die Liebe und den Willen zum Wiederaufbau der künstlerischen Gemeinschaft sehe.

Wie bist Du auf MusicHub gekommen und warum hast Du Dich für unsere Plattform entschieden?

Ich habe die Plattform entdeckt, als ich mich mit Leuten aus meinem Umfeld unterhielt, und wie ich schon sagte, finde ich diese Verbindungen und Kollaborationen sehr wichtig. Das ist die Grundlage meiner Arbeit, also dachte ich, es ist eine tolle Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen!

Welche Ziele möchtest Du noch erreichen? Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Ein Ziel für die Zukunft ist zu 100% künstlerisch zu arbeiten und davon leben zu können. Nicht nur mit der Musik, sondern auch im Theater und bei kulturellen Veranstaltungen. Wir alle teilen künstlerische Jobs, aber die Wahrheit ist, dass die meisten von uns einen zweiten Job haben, um leben und die Miete zahlen zu können. Ich schäme mich nicht, zu sagen, dass ich noch andere Jobs habe. Ich denke, dass es mir Bodenständigkeit und Disziplin gibt. Es erfordert aber auch viel Energie, um alles zu bewältigen. Ich bin hoffnungsvoll und glaube, dass eine starke Community sehr wichtig ist, denn nur so können wir uns gegenseitig helfen zu wachsen und uns in solchen Fällen zu unterstützen.

Die 3hr Song Session zum Track "Anytime (Blank Space)" mit Skyline Sun und Sara Vidal Cabré hier anschauen:
https://youtu.be/FvAkP

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