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Wie bereitest Du als DIY-Künstler*in Dein Release vor?

Du bist bereit Deine Musik zu veröffentlichen und weißt nicht, was Du zuerst in Angriff nehmen sollst? Dann lies hier, wie Du das Beste aus Deiner Veröffentlichung herausholen kannst.

Veröffentlicht am
Jan 25, 2023
Autor*in
Mario Rossmann
Marketing

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Du hast Monate im Proberaum verbracht, Dir die Nächte im Studio um die Ohren geschlagen und bist nun endlich bereit, Deine Musik der Öffentlichkeit vorzustellen? Streaming-Plattformen und Social Media bieten Dir hierbei eine Vielzahl an Möglichkeiten. Doch auf was musst Du achten, um am Ende das maximale aus Deinem Release herauszuholen? Wie so oft im Leben gilt es auch hier, kleinere Hürden zu überwinden und potenzielle Fehlerquellen auszuschalten. Wie Du Dich als unabhängige*r Künstler*in optimal auf Dein Release vorbereitest und was es dabei zu beachten gibt, klären wir in diesem Beitrag.


Gutes Timing ist alles!

Das sollte nicht nur die Rhythmusgruppe haben, sondern im Idealfall auch Dein Release. Hier ist es wichtig genau zu wissen, wie lange es dauert, bis Deine Songs bei den einzelnen Streaming-Anbietern verfügbar sind. Behalte die Deadlines im Auge, um Deine Musik rechtzeitig online zu stellen. In der Regel dauert dies ca. 2 Wochen. Am besten erstellst Du Dir dafür einen detaillierten Plan, der Dir dabei hilft, alles im Überblick zu behalten.


Listen Carefully!

Bevor Du loslegst, Deine Musik hochzuladen, solltest Du noch einmal gründlich prüfen, ob alles in Ordnung ist. Niemand möchte anschließend feststellen, dass die Bassline zu laut, ein klingelndes Handy des Gitarristen oder ein nerviges Knacksen kurz vor dem großen Refrain zu hören ist. Darum ist es wichtig, Dir Deine Tracks vorab genau durchzuhören, auf jedes Detail zu achten und alle Levels der jeweiligen Instrumente und Vocals zu überprüfen. Teste auf unterschiedlichen Hi-Fi-Anlagen, im Auto und mit Handy Kopfhörern, wie es klingt. So hast Du die Möglichkeit, noch rechtzeitig einzugreifen und Justierungen vorzunehmen.


Metadaten und Dateiformate

Metadaten sind wichtige Informationen in Deinem Track, die dafür sorgen, dass Deine Musik gefunden werden kann. Plattformen wie Spotify, Apple Music, YouTube oder Shazam greifen darauf zurück, um Deine Songs in den Suchleisten auftauchen zu lassen. Sie beinhalten dabei Informationen wie Interpret*in, Genre, Label, Songtitel und Albumtitel. Aber auch der ISRC Code (International Standard Recording Code) ist darin enthalten, welcher sicherstellt, dass die Tantiemen an alle beteiligten Personen ausgezahlt werden und Du auch Dein Geld bekommst. Da dieser Code weltweit einzigartig ist, lässt sich somit Deine Aufnahme eindeutig zuweisen. Spätestes an diesem Punkt sollte klar sein, wie wichtig es ist, diese Daten gewissenhaft und vollständig anzugeben.

Beachte beim Upload Deines Releases auch das Dateiformat. Die meisten Streaming- und Download-Plattformen setzen hier eine WAV Datei mit einer Sample-Rate von 44.1 kHz voraus.


Aktualisiere Deine Social-Media-Profile

Für Deine Release-Kampagne sind Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook, YouTube und TikTok die idealen Orte, um direkt mit Deinen Fans zu interagieren und über Dein Release zu informieren. Hier kannst Du richtig auffahren, um die ganze Sache in Schwung zu bringen. Aktualisiere und brande Deine Header und Infos mit Deinem Cover Artwork. Checke Deine Bio und Artist Story und bring diese auf den neuesten Stand. Fang damit an, Bilder zu posten, Fotos vom Studio, Proberaum etc. Erstelle Teaser für Dein Musikvideo, Reels, TikToks und Shorts.

Falls Du nicht alle Assets selbst erstellen kannst, frage in Deinem Bekanntenkreis, wer Dir behilflich sein kann. Vielleicht kannst Du auch mit anderen Künstler*innen zusammen arbeiten, die Dir dabei helfen das Promo-Material zusammenzustellen. Oft ergeben sich daraus auch andere interessante Connections. Starte Deine Pre-Save-Kampagne auf allen Social-Media-Kanälen.


Bemusterung von Medienpartner*innen

Um auf dem Cover vom Rolling Stone Magazin zu landen, sollte auch bekannt sein, dass es Dich gibt. Fertige eine Liste mit allen wichtigen Kontakten wie z.B. Musikjournalist*innen, Radiomoderator*innen, Bloggern*innen, Playlist-Kurator*innen, Podcasts usw. an. Die meisten Ansprechpartner*innen lassen sich auch gut über die jeweiligen Webseiten recherchieren. Aber auch andere Bands und Künstler*innen, mit denen Du Dich austauschen kannst, können Dir helfen, Dein Netzwerk weiter auszubauen. Viele Magazine oder Blogs bieten Dir kostenlos, kleine Features oder Album Rezensionen an. Es gibt Radiostationen und Fernsehanstalten, die spezielle Formate für Newcomer*innen in ihrem Programm haben. Vor allem Webradios und Campus-Stationen, aber auch die Landesrundfunkanstalten der ARD (Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Mitteldeutscher Rundfunk, Norddeutscher Rundfunk, Radio Bremen, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Saarländischer Rundfunk, Südwestrundfunk, Westdeutscher Rundfunk) sind hier eine gute Anlaufstelle.


Dein Release Tag!

Endlich ist es so weit. Du bist perfekt vorbereitet, Deine Social-Media-Kanäle sind auf dem neuesten Stand und mit Deinem Cover Artwork ausgestattet. Deine Musik ist auf allen digitalen Streaming-Plattformen live und Du hast die wichtigen Medienpartner bemustert und Deinen Newsletter verschickt.

Am besten veröffentlichst Du an einem Freitag. Das ist der Tag, an dem die Chart-Zählungen für die kommende Woche starten. Außerdem featuren Spotify, Apple Music, Amazon und andere ihre Neuerscheinungen an diesem Tag.

Schau Dir an, welche Künstler*innen in Deinem Genre ebenfalls an Deinem Datum releasen. So findest Du gegebenenfalls eine Lücke und kannst mehr Aufmerksamkeit für Dein Release generieren.

Lass die Korken knallen und schmeiß eine Release-Party – Du hast es Dir verdient und das soll gefeiert werden! On top bekommst Du ein erstes Feedback von Deinen Gästen, wie Deine Musik ankommt und kannst gleichzeitig noch etwas Content generieren.

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